Aktuelles Programm 

2. Halbjahr 2017 

  • 15. Dezember 2017

    Der besondere Film

    Angelica Domröse – Ich fang mich selbst ein

    von Dr. Katrin Sell (Filmhistorikerin) cinephil

    Freitag, 19.00 Uhr

    Wer kennt sie nicht, die zarte Frau, einer Aristokratin nicht unähnlich und die doch von sich unmissverständlich behauptet: „Ich bin ein Berliner Kind. Ich bin ein Kind von der Straße.“

    Über Kindheit und Jugend hat sie lange geschwiegen, denn als Kriegs- und Trümmerkind,

    mit einem Vater der Fremdarbeiter war, hatte sie eine schwierige Kindheit, derer sie sich in ihrer mitreißenden Autobiographie – Ich fang mich selbst ein –  tragisch und komisch zugleich erinnert.

    Angelica Domröse kommt bereits früh mit dem Film in Berührung, da war sie keine 18 Jahre alt. Sie hat beides in ihrem Leben mit gleicher Energie betrieben, die Arbeit fürs Kino, auch in vielen Unterhaltungsfilmen und die Arbeit an den großen Bühnen. Ihre wohl wichtigste Filmrolle für die DEFA bleibt Paula in Carows Film Die Legende von Paul und Paula.

    In dieser kraftvollen und sinnlichen Geschichte kann sie ihr ganzes Potential von rau über verletzlich bis leidenschaftlich entfalten.

     

    Mit anschließender Filmvorführung


  • 01. Januar 2018

    Sonntagsführung im Museum

    Öffentliche Führung

    Montag, 11.00 Uhr

    Öffentliche Führung am Sonntag durch die Räume des Gerhart-Hauptmann-Museums


  • 21. Januar 2018

    Schreibwerkstatt

    Offen für alle!

    Sonntag, 14.00 Uhr

    Begegnungsstätte für Literaturinteressierte, eine erste kleine Öffentlichkeit, in der Texte gelesen und beurteilt werden.


  • 25. Januar 2018

    Der besondere Film

    Der besondere Film

    von Dr. Katrin Sell (Filmhistorikerin) cinephil

    Donnerstag, 19.00 Uhr

    Erwin Geschonneck – Lebenserinnerungen

    Erwin Geschonneck war bereits zu Lebzeiten eine Schauspielerlegende. Er prägte mit seiner kantigen und einprägsamen Spielweise den DEFA-Film mit und war ebenso auf der Bühne zu Hause; dort arbeitete er mit Bertolt Brecht zusammen, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Neben seiner Laufbahn als Schauspieler war Geschonneck ein hochpolitischer Mensch. Als Kommunist überlebte er nur knapp die Nazizeit. Mit den Jahren wurde der 2008 Verstorbene ein wichtiger Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts. In einem Vortrag soll an dieses ungewöhnliche und auch widersprüchliche Leben erinnert werden.

    Filmszene mit Erwin Geschonneck

  • 25. Januar 2018

    Buchvorstellung

    Nun hier Fuß gefaßt in Berlin …

    Charlotte E. Pauly in Friedrichshagen

    Frankfurter Buntbücher 61

    Donnerstag, 19.00 Uhr

    „Nun hier Fuß gefaßt in Berlin …“ schrieb Charlotte E. Pauly (1886–1981) an ihrem 63. Geburtstag in ihr Tagebuch. Die Malerin und Schriftstellerin, bis 1946 in Agnetendorf im Riesengebirge ansässig und mit Gerhart Hauptmann befreundet, konnte Schlesien mit dem Sonderzug verlassen, der den toten Nobelpreisträger über Berlin nach Hiddensee überführte. Sie entschied sich für den Osten der geteilten Stadt. Ihre Wohnung in Friedrichshagen, die Wolf Biermann als „wildromantische Boheme-Bude einer greisen Weltenbummlerin“ beschrieb, wurde zum Treffpunkt vieler junger Intellektueller. Die Weltbürgerin Pauly wurde als Malerin und Schriftstellerin, die sich in politischen und ästhetischen Fragen nicht beugen ließ, zu einer Institution.